Neujahrsempfangs-Sonntags-Bilder

VON Dr. Wolf SiegertZUM Sonntag Letzte Bearbeitung: vor 6 Stundenzum Post-Scriptum

 

Im Vorgriff auf diese hier vorgestellten (Sonntags-) Bilder vorab nochmals der Text der Einladung zum Neujahrsempfang des Fraunhofer-Verbunds IUK-Technologie und der Gesellschaft für Informatik e.V.
»Vertrauenswürdige KI – Chancen und Risiken«
am Dienstag, 12. Februar 2019, 18:00 Uhr (18:30 Uhr Beginn), im Fraunhofer Forum im Spreepalais am Dom, Anna-Louisa-Karsch-Straße 2, 10178 Berlin [1].

Sehr geehrter Herr Siegert,

zu Beginn des neuen Jahres laden der Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie und die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) zum Neujahrsempfang »Vertrauenswürdige KI – Chancen und Risiken« am Dienstag, dem 12. Februar 2019, ab 18:00 Uhr in Berlin.

Die Künstliche Intelligenz wird unsere Zukunft prägen: Alltagstaugliche Anwendungen wie Sprachassistenten, Übersetzungsdienste oder Bilderkennungssoftware sind bereits Treiber wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung. Und in Industrie, Logistik und Medizin sind KI-Systeme schon heute unter der Oberfläche im Einsatz. Diese Anteile werden weiter steigen. Gleichzeitig schüren KI-Technologien auch Ängste, vom Wegfall von Arbeitsplätzen über Kontrollverlust bis hin zur Fremdsteuerung. Ende letzten Jahres hat die Bundesregierung ihre Strategie »Künstliche Intelligenz« veröffentlicht.

Im Rahmen unseres Neujahrsempfangs wollen wir u.a. mit Björn Böhning, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, darüber sprechen, inwiefern Digitalisierung und insbesondere Künstliche Intelligenz unsere Arbeitswelt und Gesellschaft weiter verändern werden und welche Rolle die KI-Strategie der Bundesregierung dabei spielen kann.

Wir laden Sie ein, sich mit unseren Gästen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft auszutauschen und gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen.
Unter folgendem Link können Sie sich für den Neujahrsempfang anmelden: https://www.iuk.fraunhofer.de/neujahrsempfang2019.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen,

Prof. Dr. Dieter W. Fellner
Vorsitzender Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie

Prof. Dr. Hannes Federrath
Präsident Gesellschaft für Informatik e.V.

Diese hier zitierte Einladung wird zu Beginn mit dieser Grafik aufgehübscht:

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Und man fragt sich, ob es aus diesem Anlass an diesem Ort tatsächlich schon ein intelligente virtuelle Maschine geben wird, der man die Hand wird reichen können - oder die einem zumindest die Getränke serviert?!

Aber heute ist Sonntag, ein sonnendurchfluterer dazu, und da arbeitet ja kein Gott mehr - sondern nur (noch) die KI.

P.S.

Das dieses geradezu ikonografische Bild-Symbol eines Handschlags mit einer künstlichen Figur und deren Intelligenz inzwischen schon ganz und gar wie selbstverständlich eingesetzt wird, um damit etwas zu veranschaulichen, was eigentlich mental nach wie vor nicht verstanden, geschweige denn verarbeitet wurde, dazu sind bereits eine Reihe weiterer Beiträge erschienen, zuletzt dieser hier: "Der DigitalGipfel und die "KI"".
Vielen Dank für den Hinweis auf eine Publikation im Journal für Internationale Politik und Gesellschaft fom 15. Januar 2019 von Bruno Dobrusin: "Die Zukunft der Arbeit neu denken" die mit einem Foto aufmacht, das sich "Michelangelo 4.0" nennt. Und dieses (Symbol-?)Foto (Quelle wird nicht genannt) ist dadurch besonders bemerkenswert, da in diesem Bild

die Maschinen-Hand der Hand Gottes gleichgesetzt wird:

Wobei in diesem Foto der gekrümmte Finger der Maschine zuzuschreiben ist und der ausgestreckte Finger Gottes der menschlichen Hand. Serendipity - oder ein letztes Hoffnungszeichen?

Vielen Dank für den Hinweis auf die Deutschlandfunk-Sendung "Rembrandts „Anatomie des Dr. Tulp“. Nackte Tatsachen" von Astrid Nettling vom 13. Februar 2019, in der unter anderem dieses vorgetragen wird:

Weshalb aber beginnt der erfahrene Anatom entgegen aller Regel mit der Sektion von Unterarm und Hand? Weshalb demonstriert er zuallererst die Funktionsweise der Muskeln, die die Beugung der Finger bewirken?

Es ist eine Verbeugung Tulps vor der Tradition wie vor der neuen Kunst der Anatomen. Gilt doch auch ihm, dem Arzt und „praelector anatomiae“ – dem Anatomiedozenten – der Amsterdamer Chirurgengilde, die Hand als der vortrefflichste Teil des menschlichen Körpers.

Mit welcher Sorgfalt sind sie gemalt – die rechte Hand des Anatomen, die die silberblanke Zange hält, die leicht erhobene Linke mit dem gebeugten Zeigefinger. Vor dem dunklen Gewand und an den Gelenken gesäumt vom duftigen Weiß der Manschetten muten seine Hände geradezu wie Kostbarkeiten an.

In seinem Rembrandt-Essay „Der Körper im Augenschein“ erläutert der Pädagoge Klaus Mollenhauer:

„Über den spätantiken Arzt Galenus war die Auffassung überliefert, dass die Konstruktion der menschlichen Hand unter allen Organen vom Schöpfer besonders ausgezeichnet sei wegen der sinnreichen Anordnung von Gliedern, Gelenken und Beugemuskeln. Dadurch nämlich ist die Hand nicht nur ein Greif-Werkzeug, sondern ein Werkzeug zur Erschaffung neuer Werkzeuge.“

Anmerkungen

[1Sowie für alle No-Show-Typen - in diesem Falle auch den Autor inklusive - eine Ansammlung von Fotos von dieser Veranstaltung auf dieser Internetseite.


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