"First We Take Manhattan... Then We Take Berlin" II

VON Dr. Wolf SiegertZUM Montag Letzte Bearbeitung: 7. September 2018 um 11 Uhr 40 Minuten

 

0.

Die Teile 1, 3,4 und 5 dieses Berichtes wurde schon am Wochenende geschrieben. Die diesen Aufzeichnungen nachfolgenden Veränderungen machten eine Erweiterung des Beitrags und das Einspielen weiterer Quellen möglich.

1.

Wer hätte das gedacht, dass es zu dem Beitrag vom Montag letzter Woche: nochmals einen Fortsetzung geben würde.

Aber die Umstände lassen es sinnvoll erscheinen, das Thema erneut aufzugreifen, namentlich wegen der sich in Chemnitz zuspitzenden Verhältnisse, die ja am Samstag vergangener Woche in der Moderationsrunde von Philip Banse [1] im Breitband-Programm von Deutschlandradio Kultur Gegenstand des Gesprächs waren: "Krawalle in Chemnitz. Rechte Gewalt und die Medien." [2]

2.

Am Mittwoch, den 29. August 2018, erscheint auf der DJV-Berlin-Website von Astrid Sonja Fischer der ausführliche und mit zahlreichen Links unterlegte Beitrag : Ein politisches Verständnis für die Gesellschaft schaffen - Kamingespräch mit Jay Rosen. Und dieser Facebook-Beitrag von Bernd Lammel:

3.

Am Donnerstag, den 30. August 2018, wurde in @medias res im Deutschlandfunk Kultur ein Interview von Antje Allroggen mit Jay Rosen gesendet, das am vergangenen Montag unmittelbar vor dem fireside-chat in den Räumen des DJV Berlin aufgenommen worden war. Das Gespräch ist in der deutschsprachigen Übersetzung unter der Überschrift "Journalisten und Populismus ’Sie wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen’ " online nachzuhören und nachzulesen. [3]

4.
© BR / SIP
Am Sonntag, den 2. September 2018, wird ein weiteres Interview von Sissi Pitzer im Medienmagazin des Bayerischen Rundfunks gesendet, das über diesen Link: Interview mit US-Journalismusforscher „Deutsche Journalisten sollten mehr um ihr Publikum kämpfen als bisher samt Übersetzung nachgehört werden u n d nachfolgend hier in voller Länge im Original auf Englisch angehört werden kann:

5.

Ab Samstag letzter Woche erscheint der FAZ-Beitrag von Jay Rosen unter diesem Link unter der Überschrift: "Brief an die deutschen Journalisten".

Wir können an dieser Stelle nur einen Screenshot vom Beginn dieser Seite vorstellen
© all rights reserved
in der Hoffnung, nicht gleich Ärger mit der dpa zu bekommen, die die Rechte an diesem namentlich nicht gekennzeichneten Foto hat, auf dem junge JournalistInnen hinter einer Absperrung zu sehen sind, da eben dieser Brief uns hinter einer Paywall verborgen bleibt.

Denn dieses Bild samt der Intro ist das Einzige, das ohne die Bezahlschranke zur Verfügung steht, und es zeigt Journalisten, die ihrerseits von dem Geschehen, über das sie offensichtlich berichten wollen, abgeschottet sind. Zu ihrer eigenen Sicherheit?

Mehr noch: An dieser Stelle soll nicht die Rolle einer Paywall an sich in Frage gestellt werden, die Rolle der in diesem Falle konkret dafür zuständigen Zeitungsverleger schon. Ein an die Journalisten in Deutschland gerichtetes und auf dem Weg dieser Zeitung veröffentlichtes Schreiben solle in diesem Falle nicht hinter einer Bezahlschranke versteckt werden.
Die aktuelle Diskussion, so wie sie auch in dem eingangs erwähnten Breitband-Beitrag geführt wird, ist zu wichtig, als dass sie nicht im Prozess der Meinungsbildung im Ringen um ein Verständnis um die Zukunft der Demokratie in Deutschland ausgeschaltet werden sollte. Das Interesse an dieser Frage sollten die VerlegerInnen und die JournalistInnen gemeinsam haben. Und die hierzu vorliegenden Beiträge ungehindert zugänglich machen.

Kommt Zeit, kommt Rat: Vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit, auch hier demnächst das englischsprachige Original an dieser Stelle zur Kenntnis zu bringen.

6.

Und: in der Tat! Hier sind sie nun, die Links mit dem ungehinderten Zugang zur deutschsprachigen Ausgabe:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/jay-rosen-schreibt-einen-brief-an-die-deutschen-journalisten-15765235.html

und zum englischsprachigen Originaltext:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/letter-to-the-german-press-by-jay-rosen-15767523.html

Good Reading!

WS.

Anmerkungen

[1Wir verweisen an dieser Stelle nochmals ausdrücklich auf seinen Namen, da er in der entsprechenden Internet-Seite des Senders nicht genannt wird - und dabei hat er diesen Dialog echt gut geführt

[3

US-Journalismusforscher Jay Rosen war drei Monate lang als Fellow der Robert Bosch Academy in Berlin und hat deutsche Medien untersucht. Dabei ist ihm aufgefallen, dass Journalisten noch immer Probleme im Umgang mit Rechtspopulisten haben.


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