3 Tage Ansichten aus Russland

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 13. Mai 2018 um 20 Uhr 21 Minutenzum Post-Scriptum

 

Am Montag, den 7. Mai 2018, berichtete das ZDF als Aufmacher der heute.de-Sendung ab 19 Uhr von der vierten Vereidigung des alten und neuen Präsidenten Wladimir Wladimirowitsch Putin in Russland:
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Und von dem Händedruck, der nach der Vereidigung nur dreien der in der ersten Reihe postierten, ausgewählten Persönlichkeiten zuteil wurde. Eine davon war der ehemalige Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland: Gerhard Schröder [1]:
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Für heute, Mittwoch, den 9. Mai 2018, dieser Auszug aus der Programm-Ankündigung der SWR2-Feature-Redaktion ab 22:03 Uhr:

Putins Nichtversteher
Oppositionelle in Russland

Von Mario Bandi

Nicht alle sind mit Putins Staat einverstanden, gehen auf die Straße, um zu protestieren - einzeln, in kleineren Gruppen. Sie werden als "Verräter" und "Russlandfeinde" beschimpft, von Nationalisten, Kosaken und Orthodoxen attackiert, während die Polizei sich zurückhält. Unter die Oppositionellen zählen die Menschenrechtsorganisation "Memorial" aber auch die Aktivisten der Initiative "Die Letzte Adresse", eine russische Variante der Stolperstein-Bewegung, die an die Opfer des Stalinismus erinnern möchte mit Plaketten an Häusern. Inzwischen ist sie in mehr als 35 Städten vertreten. Oder "Russland hinter Gittern", eine Stiftung, die sich um politische Häftlinge kümmert. Oder die "Freien Menschen von Jekaterinburg", die gegen die Kriege in der Ukraine und in Syrien protestieren und für faire Wahlen im Land. Sie alle gehören nicht zu den Anhängern Putins, sie wollen ihr Land verändern. Mario Bandi hat einige von ihnen besucht und mit ihnen gesprochen.

Der Link zum Podcast findet sich HIER.

Gestern, am Dienstag, den 8. Mai 2018, 05:00 Uhr, fordert aus Anlass des wiederkehrenden Jahrestages der Kapitulation Deutschlands im Zweiten Weltkrieg der Parlamentarische Geschäftsführer der Linken im Bundestag in einem Gespräch mit Burkhard Ewert von der Onsnabrücker Zeitung die
„Pflicht zum Miteinander mit Russland“.
8. Mai: Linke fordert Mahnmal für Nazi-Opfer der Sowjetunion [2]

Aus diesem Anlass diese drei Abbildungen aus dem Propaganda-Krieg aus jenen Jahren:

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Und in Ergänzung hier eine Bilderserie über die Militärparade in Moskau:
http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/moskau-parade-101.html

P.S.

Insbesondere die Anmerkung [2] hat eine Reihe von Reaktionen und Hinweisen ausgelöst: von dem durchaus ehrlichen Erschrecken in der Medien-Branche selbst bis hin zu Hinweisen wie diesen auf ein Zitat des "Head of New Venture. ZEISS Group": Philipp Strack.
In seinem Text: From pixel to retina: digitizing the visual sense for robots ist u.a. zu lesen:

"At ZEISS New Venture, we have taken on this massive challenge: to empower robots and make them useful, by digitizing the complete workflow of the visual sense, ranging from image acquisition, processing, and visualization. In this discourse, from our real-life industrial experience in ZEISS markets, we want to discuss selected open problems we believe are highly attractive for entrepreneurs and partners to address in the focus areas of Digital Twinning and Simulation, Artificial Intelligence and Image Data, and Mobile Technologies for the Visual Sense."

Dank an dieser Stelle aber auch für einen Hinweis auf diesen Blogazoi-Blogger-Beitrag: "Deux éditos de Gérard Biard de Charlie Hebdo pour réfléchir sur le 8 Mai"

Anmerkungen

[2Nicht ohne Peinlichkeit sind dann Werbeeinblendungen wie diese hier:


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